#Autorinnenzeit Tag 2

Versprochen: Jeden Tag im Mai eine Aktion für Autorinnen.

Nachlesen könnt Ihr alle Informationen zu Autorinnenzeit im Blogeintrag vom 1.Mai.

Sven Hensel, Autor und Ideengeber der Aktion, schlägt verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung vor (auch die Liste dazu gibts im ersten Blogeintrag). Einige davon will ich Euch gerne vorstellen, vielleicht macht Euch das Lust darauf, selbst mitzumachen.

„In welchem Buch wärest Du gern eine Figur“ – ist zum Beispiel eine Frage, deren Antwort Ihr allen, die an der #Autorinnenzeit interessiert sind, mitteilen könnt.

Wenn man sehr viel liest, dann ist diese Frage schwierig zu beantworten, deshalb ändere ich die Frage für mich in: „In welchem Buch, an das Du Dich erinnerst, wärest Du als Kind gerne eine Figur gewesen?“ – denn auf diese Frage fällt mir die Antwort sehr leicht: Hanni und Nanni!

Ich halle ALLE Bände dieser Serie, nicht die, die heute doof im Kino rumgackern (betroffene Eltern, die mit ins Lichtspielhaus müssen, wissen was ich meine), die kein bisschen so aussehen, wie die Zwillinge auf meinen Büchern damals. Ein SchneiderBuch war das. Ich erinnere mich an Wochen mit Grippe und Enid Blyton im Bett. Mindestens 12 Abenteuer mit der bösen Hausmutter, die ja eigentlich gar nicht so böse war, mit der Mamsell, mit Pyjama-Partys im Internat bei denen es so viel Schokolade gab, bis der Bauch weh tat. Dass Enid eine Frau war – wusste ich nicht, war mir auch egal.

Blyton, eine Britin, ist eine der kommerziell erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen und hat mich auch mit „Fünf Freunde“ und der „Dolly“-Reihe begeistert. In ihrer Autobiografie schreibt die Autorin, dass sie schon Schriftstellerin werden wollte, als sie das Lesen lernte. Ich empfehle eine kleine Reise mit Freund google, um sich in die Lebensgeschichte dieser Frau zu vertiefen, die starb, in dem Jahr, in dem ich geboren wurde. Herausragend und beeindruckend, was die Autorin an Marketing in Gang gesetzt hat für ihre Bücher – in der damaligen Zeit. Die Unterschrift auf dem Buchdeckel und die Anregung, Bilder auf die Rückseite zu drucken, um mehr Leser anzusprechen, das waren alles Ideen von Enid Blyton.Sie musste sich anhören, ihre Geschichten seien immer gleich, die Figuren seien schablonenhaft und mit der Grammatik sei es auch nicht weit her. Ihre Antwort: Kritik von Menschen, die älter als 12 Jahre alt sind, interessiert mich nicht.

Man kann sich der Kritik anschließen oder den Lobeshymnen, die es auch gibt. mann kann aber einfach auch die Leserinnen und Leser darüber entscheiden lassen, ob sie diese besondere Art der Märchen mögen. Für mich das Wichtigste:  Wenn die Geschichten gefallen, dann bleiben die Jugendlichen möglicherweise Lesende.

#Autorinnenzeit