Autorinnenzeit – ein ganzer Monat für die Frauen – was soll das?

Emanzenquatsch, braucht kein Mensch.

Und wer unterstützt die schreibenden Männer?

Es gibt doch viele  erfolgreiche Schriftstellerinnen.

Alles Sätze, die ich im Zusammenhang mit der Aktion #Autorinnenzeit bereits gehört oder gelesen habe. Ihr seid jetzt aber hier und lest, was ich schreibe, das sollte doch bedeuten, dass Ihr Euch für schreibende Frauen wirklich interessiert?

Dann bitte nicht hinter Plattitüden verstecken, sondern informieren.

@svenhensel hatte die Idee zu diesem Mai-für-Autorinnen, und schreibt :“ Der Grund ist simpel: Literatur ist eine Männerdomäne. Literaturpreise werden mit einer außerordentlich hohen Frequenz an Männer vergeben, vielerorts werden deutlich mehr Bücher männlicher Autoren rezensiert — der Anteil liegt je nach internationalem Magazin bei bis zu 72%.“

#Autorinnenzeit ist eine Aktion für Gleichberechtigung und Anerkennung von schreibenden Frauen, also auch für mich. Deshalb mache ich sehr gerne mit.  Ich kenne viele Kolleginnen persönlich. Sehe, wie sie sich manchmal strecken müssen, um im Verlag durchzusetzen, was einen Mann nur ein Schulterzucken kostet. Erfahre immer wieder, wie sehr sie sich in der Branche engagieren, für sich und die Kolleginnen, und das fast immer ehrenamtlich. Natürlich gilt das auch für Männer – aber die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache über den Machobetrieb-Literatur (nachzulesen im Link unten).

Und kommt mir nicht mit Frau Rowling. Oder doch – denn auch das ist ja eine Geschichte, die mit der Benachteiligung der Frauen in der Literaturbranche zu tun hat. Denn wenn die Geschichten stimmen, dann hat Frau Rowling die Initialen vor ihren Vornamen gestellt, damit keiner der potentiellen Käufer auf die Idee kommen könnte, dass sich eine Frau diesen Zauberer ausgedacht hat. Und bei ihrem Pseudonym hat sie sich einfach gleich einen Männernamen gegeben, Robert Galbraith.

Ich bin durch Autorinnen zur begeisterten Leserin geworden. Enid Blyton mit „Hanni und Nanni“ , Martha Schlinkerts „Bummi“ kannte ich beinahe auswendig, und aus dem Regal von Mama lieh ich mir Utta Danella.

Das beste an #Autorinnenzeit: Ihr könnt alle mitmachen. Sven Hensel hat da für Euch eine Tabelle mit Ideen gemacht:

Ihr könnt natürlich durch eigene Ideen ergänzen. Wann immer Ihr auf FB, twitter oder Instagram an dieser Aktion teilnehmt, nutzt den Hashtag #Autorinnenzeit.  Egal, ob Ihr ein Foto von den Autorinnen in Eurem Bücherregal postet, über Euer liebstes Buch oder eine besonderen Geschichte schreibt.  Ihr bekommt auch etwas zurück: Tausende Buchtipps. Von mir jeden Tag einen – versprochen.

Mehr Informationen zur Aktion gibt es hier http://www.svenhensel.de/single-post/2017/04/02/Autorinnenzeit—Unterstütze-deine-Autorinnen

Und was die kluge und wunderbare Nina George (zu der ich im Lauf des Monats noch kommen werde) zur Benachteiligung von Frauen in der Literaturbranche schreibt, das steht hier:

https://www.boersenblatt.net/artikel-nina_george_ueber_die_stellung_der_frauen_im_literaturbetrieb.1272531.html

Ich bin sehr gespannt auf Eure Beiträge und Bilder!